Das städtebauliche Konzept basiert auf der Idee, drei neue Wohngebäude so in die bestehende Siedlungsstruktur einzubinden, dass sowohl funktionale als auch landschaftsräumliche Qualitäten gestärkt werden. Der Entwurf reagiert auf den besonderen Ort, dessen prägende Merkmale die lockere Bebauung, großzügige Freiräume und vor allem der unmittelbare Bezug zum angrenzenden Wald bilden. Dieser Landschaftsraum mit den umliegenden Spazierwegen stellt ein wesentliches Identifikationsmerkmal der Siedlung dar und soll auch in der zukünftigen Entwicklung klar ablesbar bleiben.
Die drei Neubauten sind mit ausreichenden Abständen und leichten Verschiebungen zueinander gesetzt. Durch diese Anordnung werden durchgehende Blickachsen zum Wald ermöglicht, die sich sowohl aus dem öffentlichen Straßenraum als auch aus den halböffentlichen Bereichen innerhalb der Siedlung entfaltet. Die Durchsicht zum Wald ist ein zentrales gestalterisches Prinzip: Sie schafft Orientierung, vermittelt Großzügigkeit und wirkt als landschaftlicher Ankerpunkt innerhalb der neuen Bebauung.
Die Gebäudevolumen sind leicht gestaffelt und folgen mit ihrer Höhenentwicklung dem gegebenen Terrain, um keine Barrieren im Siedlungsgefüge zu erzeugen. Zwischen den Baukörpern entstehen differenzierte Freiräume mit offenen Grünflächen und kleineren Aufenthaltszonen, die den Bewohnern vielfältige Aufenthaltsqualitäten bieten und zugleich die visuelle Verbindung zum Waldrand freihalten. Diese Zwischenräume sind bewusst durchlässig gestaltet und übernehmen eine vermittelnde Rolle zwischen bebautem Raum und Natur. Sie dienen als gemeinschaftliche Zonen mit hoher Aufenthaltsqualität, fördern soziale Interaktion und stärken das nachbarschaftliche Miteinander. Ein öffentlicher Weg führt unter den Häusern A und B hindurch und verbindet die Zwischenräume untereinander. Ein Gemeinschaftsraum im Haus B steht allen Bewohnern zur Verfügung und verbindet sich mit einem vorgelagerten Aussenbereich beim Siedlungszugang.


